26. Januar 2015


Erfolgreiche S-Jagd im Forstbetrieb Süd am 23./24.01.2015 der LG Sachsen-Anhalt

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Bereits zum 8-ten Mal hatte die VDW-Landesgruppe Sachsen-Anhalt und der FB Süd zum Ende der Bewegungsjagdsaison zu einer speziellen S-Jagd eingeladen (s. DWZ 12/2014). Für die 10 ausgeschriebenen Plätze hatten sich schnell Interessenten gefunden. Wie für einen Stöberhund-Zuchtverein ist es ebenso für den Forstbetrieb von großer Bedeutung Hunde bzw. Zuchtlinien zu identifizieren, die als Leistungsträger für die Zucht, aber insbesondere auch für den praktischen Jagdbetrieb die gewünschten Ergebnisse nachhaltig erwarten lassen.

Im FB Süd haben die Bewegungsjagden einen hohen Stellenwert. Im langjährigen Mittel werden über 2/3 des gesamten Schalenwildabschusses auf den Stöberjagden realisiert. Dazu werden ausschließlich geprüfte, spurlaute, vom Stand geschnallte Stöberhunde eingesetzt, ca. 60 % DW`s, ansonsten div. Bracken, DJT und Teckel. Treiber, Durchgehschützen bzw. durchgehende Hundeführer, Meuten usw. kommen grundsätzlich nicht zum Einsatz. Der nunmehr schon mehrjährige Erfolg dieser Jagdart hat sich bei 34 Jagden in der nun beendeten Saison bestätigt. Mehr als 2.000 Stück Stück Schalenwild wurden dabei erlegt,  davon allein ca. 850 Sauen.

Also gute Gründe, aber auch gute Voraussetzungen, um Hunden die Möglichkeiten zu bieten im praktischen Jagdeinsatz die durchaus hohen Anforderungen des Leistungszeichens „S“ lt. VDW-PO § 77 nachzuweisen. Große, dichte Verjüngungskomplexe,  mit undurchdringlichen Brombeer- und Dornenverhauen durchsetzt sowie „kampferprobtes“ Schwarzwild (s. oben) ,   Während bisher die Erfolgsquote zwischen 1/3 bis max. zur Hälfte der angetretenen Hunde schwankte, haben diesmal 7 der 10 Hunde Leistungen gezeigt, die die Beantragung des „S“ rechtfertigen:

Odett v. d. Lausebuche,13-256,         Uwe Heine, Witzenhausen
Nimrod`s Thor, 13-317,                         Toralf Festerling, Langeln
>Elsa Weidelsburg II, 12-065,              Gundula von Stark-Schmieding, Wolfhagen
Benzo v. d. Wipper, 10-399,                Botho Festerling, Langeln
>Jambor Eggefreund, 10-425,              Peter Fischer, Willebadessen
Lord v. Vorholz, 10-698,                       Jens Schmidt, Schwenda
Dax v. d. Haburg, 08-450,                   Hans Huke, Wollersleben

Eine ausführliche Leistungsbeschreibung für alle eingesetzten Hunde erscheint in einer der nächsten DWZ-Ausgaben.

Kleiner Wehmutstropfen war, dass zwei Hunde (trotz Schutzwesten) während des Einsatzes von Sauen geschlagen wurden und in tierärztlicher Behandlung mussten. Positiver Nebeneffekt für den Forstbetrieb war, dass an beiden Tagen ein Rotspießer, 16 Sauen und 4 Rehe erlegt wurden.

Holger Koth

 

Vor dem Start mussten die Formalitäten erledigt werden, die Führer müssen sich mit dem Jagdschein, die Hunde mit Chip-Nummer und Ahnentafel ausweisen.

Vor dem Start mussten die Formalitäten erledigt werden, die Führer müssen sich mit dem Jagdschein, die Hunde mit Chip-Nummer und Ahnentafel ausweisen.

Traditionelle Begrüßung, dann geht es los.

Traditionelle Begrüßung, dann geht es los.

"Jagd vorbei" - bei den vielen sehr guten Leistungen der eingesetzten Hunden sind die erfolgreichen Hundeführer und die Jagdveranstalter gleichermaßen zufrieden.

„Jagd vorbei“ – bei den vielen sehr guten Leistungen der eingesetzten Hunden sind die erfolgreichen Hundeführer und die Jagdveranstalter gleichermaßen zufrieden.