Verein für Deutsche Wachtelhunde e.V.

Tipps zum Welpenkauf


Woher bekomme ich einen Welpen?

Will man sich einen Wachtelhund als Jagdgenossen ins Haus holen, steht der potenzielle Erstlingsführer vor dem ersten Problem: Woher bekomme ich einen Welpen? Hier hilft eine Anfrage bei den entsprechenden Landesgruppen oder beim Zuchtleiter bzw. den Zuchtwarten. Sie vermitteln gerne die Adressen von Züchtern und wissen auch über aktuelle Zuchtvorgänge zu berichten. Eine Welpenbörse findet sich hier. Es kann jedoch zu Wartezeiten kommen, da der Bedarf an Welpen recht groß sein kann.
Image

Der Welpe kommt ins Haus

Mit acht bis neun Wochen werden die jungen Wachtelhunde an ihre neuen Besitzer abgegeben. Beim Abholen bietet es sich an, vorher mit den Hunden ausgiebig zu spielen. Der Welpe wird dann müde sein und einen Großteil der Fahrt verschlafen. Zu Hause angekommen muss der Führer das nun fehlende Welpenrudel ersetzen. Er muss sich viel Zeit für seinen kleinen Jagdgenossen nehmen und sich viel mit dem Junghund beschäftigen. Da in dieser Zeit eine wichtige Sozialisierungs- und Prägephase des Hundes stattfindet, kann der Hundeführer seinen Wachtelhund auf sich prägen und eine starke Verbindung zum Hund aufbauen. Der Junghund lernt in dieser Sozialisierungsphase auch die Grundlagen des Zusammenlebens mit seinem neuen „Familienrudel“. Ausgiebiges Spielen mit dem jungen Wachtelhund fördert diesen Prozess und kann als Puffer zwischen freundlichem und aggressivem Verhalten dienen. Der Besuch von Welpenspieltagen und generell der Kontakt zu anderen, sozialisierten Hunden ist zu empfehlen. Hier lernt der Welpe wichtige Verhaltensweisen im Umgang mit anderen Hunden. Die Landesgruppen und viele Züchter bieten solche Welpenspieltage an.

Erste Schritte in der Erziehung

Dem jungen Hund sollte ein fester Liegeplatz zugewiesen werden, auf den er sich zurückziehen kann, wenn er müde ist. Eine Hundebox wird von vielen Hundeführern gerne genutzt und von den Hunden als „Ruhehöhle“ in der Regel gerne angenommen. Hat der Hund geschlafen oder wird unruhig, ist es höchste Zeit mit ihm ins Freie zu gehen. Hier zeigt man ihm einen Platz, wo er nässen und sich lösen darf. Beim Züchter gut geprägte Welpen werden in der Regel schnell stubenrein. Auch hier hilft die Box, die in der Nacht geschlossen werden kann. Da der Junghund unter allen Umständen verhindern will seinen Ruheplatz zu verunreinigen, wird er sich melden und kann ins Freie gebracht werden.

Ist der Hund an sein neues Zuhause gewöhnt, beginnt man ihn an eine Halsung und an die Leine zu gewöhnen. Schnell wird er die Leine mit Gassi gehen verknüpfen und freudig auf sie reagieren. Ebenso ans Autofahren sollte der Hund gewöhnt werden. Die Hundebox leistet auch hier gute Dienste. Der Hund kennt sie als sichere Umgebung und wird so relativ ruhig mit der Situation im Auto umgehen. Im Revier kann man dem Hund ebenfalls vielfältige Erlebnisse ermöglichen. Er soll Fährten und Spuren kennenlernen und diese ausgiebig bewinden, bei gutem Wetter kann er Wasser kennenlernen. Bälge, Decken, erlegtes Wild – was man dem jungen Hund bieten kann, sollte man ihm auch zeigen.

Leichte Schleppen oder Führerfährten fördern die Nasenarbeit des jungen Wachtelhunds. Schon mit dem Welpen können Futterschleppen mit Pansen oder Lunge sowie leichte Schweißfährten gearbeitet werden. Am Ende muss das positive Erlebnis für den Hund stehen. Sein Lieblingsfutter, ein Stück des geschleppten Pansens und ausgiebiges Abliebeln bestärken den Hund, der Spur interessiert zu folgen. Am langen Riemen ausgearbeitet, ergibt sich eine kontrollierte Suche. Dies erleichtert das spätere Abführen auf der Schweißfährte ungemein.

Dem Hund sollten so viele Eindrücke wie möglich vermittelt werden. Auch in der Stadt, im Auto, in Bus oder Bahn sollte der Hund dabei sein. So lernt er schnell mit diesen Anforderungen umzugehen und bewegt sich sicher durch seine Umwelt.

Richtig füttern und bewegen – für einen gesunden Junghund

Der junge Hund wächst schnell. Für ein möglichst gesundes Knochen- und Muskelwachstum muss ein hochwertiges, ausgewogenes und vielseitiges Futter in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Keinesfalls sollte der Junghund jedoch überfüttert werden, da Übergewicht zu Lasten des Knochenbaus gehen kann. Die Futtermenge ist sorgfältig anzupassen.

Der junge Wachtelhund sollte sich im ersten Lebensjahr viel frei bewegen dürfen. Dabei muss der Führer lediglich darauf achten, dass dem Hund kein Laufzwang abgefordert wird. In der Zeit des Skelettwachstums sind das Laufen am Rad oder gar neben dem Auto nicht gut für den Hund. Schwimmen hingegen ist eine sehr schonende Art der Bewegung. Treppenlaufen sowie das Laufen auf extrem glatten Böden sollte vermieden werden. Bei Überbelastungen besteht die Gefahr einer Förderung von Fehlbildungen der Knochen wie etwa Hüft- oder Ellbogengelenksdysplasie oder Kniescheibenluxation.

Vom Züchter werden die Welpen mit einer Grundimmunisierung gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Leptospirose (SHPL) geimpft. Diese Immunisierung muss nach vier Wochen ergänzt werden. Impfungen gegen Tollwut und Auffrischungen der Grundimmunisierung sind regelmäßig nötig, ebenso wie die Entwurmung, vor allem wenn der Hund regelmäßig in Kontakt mit Kindern kommt.