Jagdkynologische Vereinigung Thüringen gegründet

LG-ThüringenAm 12.06.2016 trafen sich die Mitglieder der Jagdkynologischen Vereinigung des Landes Thüringen im Tautenhainer Gasthof Zur Kanone. Anlass war das  1jährige Jubiläum der JKV seit der Gründung im Jahr 2015. Der Vorstand legte Rechenschaft zu seiner Arbeit und den Finanzen ab.

Eine besonders große Herausforderung für die der Vertreter der Jagdhundezucht- und Prüfungsverbände stellt sich mit der Änderung des Jagdrechts in Thüringen. Der Vorstand konnte den in der JKV Thüringen organisierten Vereinen von den Mühen und Anstrengungen berichten, die seit der Herbsttagung 2015 in Sachen Jagdrechtsänderung bewältigt wurden. Es galt Positionen zu finden und zu formulieren, damit die Fragen, welche aus der Oberen Jagdbehörde im Auftrag der Landesregierung kamen, auf fachlich hohem Niveau beantwortet werden konnten. Ganz besonders heikel ist in diesem Zusammenhang der Wille der Politik, die Ausbildung der Jagdhunde an lebendem Wild ohne erkennbare wissenschaftliche Grundlage einzuschränken. Dieses Ziel ist mit der gesetzlichen Vorgabe des § 39 des ThJG, zur Jagd in Thüringen brauchbare Hunde einzusetzen, unmöglich zu vereinbaren.

Die JKV konnte bisher klar herausarbeiten und darlegen, dass die Einarbeitung der Jagdgebrauchshunde an der nach  Prof. Müller-Methode  vorübergehend flugunfähig gemachten Ente und die Einarbeitung der Erdhunde in der Schliefenanlage am Fuchs nicht zur Verhandlung stehen dürfen. Die praxisnahe Ausbildung und Prüfung unserer Hunde an lebendem Wild ist die wesentliche Voraussetzung zum Erhalt des Genmaterials hochleistungsfähiger Hunde für die Zucht und die Jagd. Dies wiederum ist die Basis, auf der Hunde durch Ausbildung mit wenig lebendem Wild befähigt werden, sicher und schnell krankes Wild im Jagdbetrieb zu finden und von seinem Leid zu erlösen. Es ist immer wieder klar herauszustellen: Wenn das Genmaterial nicht mehr auf höchste Leistung, Gesundheit und Wesensfestigkeit hin selektiert werden kann, wird es immer schlechter bis nahezu unbrauchbar. Dann wird die Leistung unserer Jagdgebrauchshunde gerade am kranken Wild den Vorgaben des Gesetzgebers und der Weidgerechtigkeit nicht genügen.

In diesem Sinne sprachen sich die Teilnehmer der Sommertagung der JKV dafür aus, auf die Politik einzuwirken, die Ausbildungsmethoden unserer Jagdhunde beizubehalten und von weiteren Gesetzesverschärfungen abzusehen.

Ein weiterer Schwerpunkt des laufenden Jahres wurde auf die Basisarbeit gesetzt. Die JKV wird weiter daran arbeiten, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und somit den  Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

gez. Vorstand der Jagdkynologischen Vereinigung des Landes Thüringen

Lutz Jaskiola                        Sabine Schleicher             Karsten Völkel         Katja Albert