Vorträge von Inge Hansen im Februar und März 2011
fanden großes Interesse
 

Die Landesgruppen Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten alle Züchterinnen und Züchter und alle daran Interessierten zu einem Vortrag von Frau Inge Hansen am 6. März und die Landesgruppen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein bereits am 26. Februar eingeladen. Insgesamt nahmen an den beiden Tagen ca. 75 Züchterinnen und Züchter der nördlichen Wachtelregionen teil.
Die Referentin, Frau Inge Hansen, langjährige Zuchtleiterin der Hovawart-Zuchtgemeinschaft, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Geburt, Aufzucht und Erziehung von Hunden und ist bekannt durch ihre Bücher „Handbuch der Hundezucht“ und „Vererbung beim Hund“.

Anlässlich der Fortbildungen referierte sie von 10-16 Uhr zu den Themen Geburt und Aufzucht und des Weiteren zur Ernährung, unter besonderer Berücksichtigung der trächtigen und laktierenden Hündin.
  Durch eine gute Ausgewogenheit von theoretischen Überlegungen und vielen praktischen Beispiele war es Frau Hansen möglich, die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft zu erreichen. Sie verstand es hervorragend, die Thematiken wissenschaftlich ausgewogen einerseits, aber auch andererseits sehr spannend und für alle aufschlussreich vorzustellen.
Abschließend ging Frau Hansen noch kurz auf eine Erbkrankheit ein, die auch in den Gesundheitsüberlegungen des VDW vielleicht bald eine Rolle spielen wird, die Hypothereose, eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung.

Da diese Erkrankung sehr oft mit Haar- und Hautproblemen einhergeht, ist es nicht selten, dass die davon betroffenen Hunde umfangreich zunächst auf Allergien getestet werden und die Erkrankung selbst erst spät erkannt wird.

Ihre Heilungschancen sind bei Erkennung sehr groß.
 
 

Auch die Bekämpfung der HD durch konsequente Auslese und Pflicht-Erfüllung einer Mindeströntgen-Quote je Wurf von 50 % wurden am Beispiel der Hovawartzuchtgemeinschaft Deutschland e. V. vor allem bei der ersten Fortbildungsmaßnahme erörtert. Auf diese Art und Weise ist es dem Verein gelungen, inzwischen einen respektablen Anteil von 70-80% geröntgen Hunden eines Zuchtjahrganges aufzuweisen (als Vergleich: beim VDW sind es nur 42%).
So war es insgesamt höchst informative Fortbildungen, die auch für die anderen Landesgruppen sehr zu empfehlen ist. Auch sollte man die Kenntnisse und Erfahrungen von Frau Hansen zu den Erbkrankheiten für weitere Fortbildungen nutzen.

Dr. Helga Adolph, LG Hessen
Tanja Müller, LG Mecklenburg-Vorpommern